Hof an der Saale ist eine Stadt mit ca. 46.000 Einwohnern im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken und liegt damit im bayerischen Teil des Vogtlandes. Hof entstand in einem ersten Schritt im 11. Jahrhundert als Bauernsiedlung. Ab dem 13. Jahrhundert ist der Ort auch urkundlich verbürgt. Schon damals existierte die Lorenzkirche – bis heute die älteste Kirche der Stadt.
Noch ebenfalls im 13. Jahrhundert entstand neben der alten Siedlung eine neue befestigte Siedlung – in Hof wird dieser Stadtteil heute Neustadt genannt, wohingegen in den meisten anderen alten Städten meistens von der „Altstadt“ die Rede ist, wenn vom dem Stadtteil innerhalb der ehemaligen Befestigung die Rede ist.
Zu Bayern gehört Hof seit 1810, mit dem Bau wichtiger Eisenbahnstrecken sowohl auf bayerischer als auch auf sächsischer Seite erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Die deutsche Teilung hatte für Hof jedoch nichts gutes zu bedeuten, die Nähe zur innerdeutschen Grenze brachte Hof in eine ungünstige Randlage. Die wichtigen Fernverkehrsverbindungen wurden gekappt, die Lage in der Mitte Europas geriet nun zum Nachteil. Entsprechend profitiert hat Hof im Vogtland natürlich von der Deutschen Wiedervereinigung, die der Stadt etwas von der ihren einstigen Bedeutung zurückbrachten.
Heute wirbt Hof mit dem Slogan „In Bayern ganz oben“, der nicht nur auf die nördliche Lage in dem Bundesland, sondern auch auf die mit 500 Metern recht hohe Seehöhe anspielt. Die Höhe und die Lage im Mittelgebirgsraum machen Hof im Jahresmittel zu einem der kühlsten Orte im deutschsprachigen Raum.
Nichts desto trotz ist Hof ein attraktives Ziel für einen Urlaub im Vogtland. Als Stadt des Bieres mit mehreren kleineren Brauereien und vielen urigen Gaststädten eignet sich Hof besonders auch für eine Städtereise oder einen Wochenendtrip.
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Hof
Dienstag, 29. März 2011Städte im Vogtland: Reichenbach
Donnerstag, 01. Juli 2010Im nördlichen Vogtland liegt die schöne Stadt Reichenbach. Etwa im 12. Jahrhundert ließen sich in diesem Bereich die ersten Siedler nieder und schon Mitte des 13. Jahrhunderts erhielt die vogtländische Stadt ihre Stadtrechte. Reichenbach entwickelte sich nahe der am besten erhaltenen Burganlage im Vogtland, Burg Mylau. In der Umgebung Reichenbachs und im ganzen Vogtland finden sich historische Überreste aus dem Mittelalter. Die ehemalige Stadtbefestigung ist noch teilweise zu erkennen und auch Teile der Stadtkirche St. Peter und Paul stammen aus dem 12. Jahrhundert. Im Neuberinmuseum kann man die Entwicklung Reichenbachs anhand eines historischen Stadtmodells erkennen. Das Museum ist nach der deutschen Theaterreformatorin Friederike Caroline Neuber (1697-1760) benannt, ebenso wie das Neuberinhaus, ein Konzert- und Veranstaltungshaus, das durch den Vogtlandkreis und den Kulturraum Vogtland gefördert wird.
Reichenbach ist außerdem Heimat der Vogtland-Philharmonie.
Einen Besuch wert ist auch der Reichenbacher Wasserturm, das Wahrzeichen der Stadt. Er wurde 1926 erbaut und ist 28 Meter hoch. Seine Geschichte kann man außerdem in einer Ausstellung erleben. Von der Terrasse des Turms kann man den Blick weit über das Vogtland schweifen lassen.
Doch Reichenbach und sein vogtländisches Umland bietet auch Erlebnisspaß für die ganze Familie. Ganz in der Nähe befindet sich der Freizeitpark Plohn, der Attraktionen für jung und alt bietet. Neben der Wildwasserbahn und der Westernstadt gibt es im Freizeitpark Plohn seit 2009 auch eine Holzachterbahn.
Ebenfalls ein Highlight im Vogtland ist die historische Tropfsteingrotte Alaunwerk Mühlwand – Reichenbach. Abenteuerlustige Urlauber können auf Wanderwegen und in den Stollen das Gelände erkunden.
Gerade wenn man im Reichenbach im Sommer besucht, sollte man einen Ausflug zum „Vogtländischen Meer“, der Talsperre Pöhl machen. Ob Schwimmen, Segeln oder zur Erholung, hier kommt jeder auf seine Kosten. Außerdem befinden sich in unmittelbarer Umgebung wunderschöne Wandergebiete, wie zum Beispiel die vogtländische Schweiz.
Wenn man also Urlaub im Vogtland plant, sollte man auf jeden Fall auch Reichenbach und seine Umgebung besuchen.